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Von Flammkuchen, Achterbahnen und der Zukunft Europas: Die 10c auf Kurs in Straßburg!

Was haben eine schwindelerregende Turmbesteigung, eine rasante Fahrt im Voltron Nevera und die Geschichte der deutsch-französischen Aussöhnung gemeinsam? Sie alle waren Teil unserer rundum gelungenen Studienfahrt mit der Französischklasse 10c nach Straßburg! Eine Woche lang tauschten wir den Klassensaal gegen die europäische Hauptstadt – und die Schülerinnen und Schüler bewiesen eindrucksvoll, dass ihr Französisch längst nicht mehr nur im Lehrbuch funktioniert.

Damit vor Ort alles wie am Schnürchen lief, übernahmen die Jugendlichen selbst Verantwortung: Jedes Team hatte eine feste Aufgabe – von der Navigation an der Spitze der Truppe über die Fotodokumentation bis hin zu den Einkaufsscouts, die uns für unser Picknick treu mit frischem Baguette und Käse versorgten.

Montag & Freitag: An- und Abreise

Am Montag starteten wir voller Vorfreude gen Westen, am Freitag ging es erschöpft, aber reich an Eindrücken wieder zurück in Richtung Heimat. Beide Fahrten verliefen reibungslos – und dazwischen lagen drei intensiv genutzte Tage, die der Klasse noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Dienstag: Geschichtliches und Sightseeing

Unser erster voller Tag stand ganz im Zeichen der wechselvollen Geschichte Straßburgs. Schließlich zeigt kaum eine Stadt so eindrücklich, wie aus jahrhundertelanger Rivalität eine tief verwurzelte deutsch-französische Freundschaft erwachsen kann.

Wir starteten sportlich mit der gemeinsamen Münsterbesteigung und erkämpften uns Stufe für Stufe den grandiosen Panoramablick über die Dächer der Altstadt. Wieder unten angekommen, ging es direkt weiter mit einer interaktiven Stadtrallye: In Kleingruppen erkundete die Klasse die verwinkelten Gassen von La Petite France und nutzte im Gespräch mit Einheimischen geschickt die Gelegenheit, die eigenen Sprachkenntnisse auf die Probe stellen. Nachmittags vertieften wir das Erlebte im Museum zur Straßburger Geschichte, bevor eine entspannte Bootsfahrt mit Batorama auf der Ill den Tag abrundete.

Mittwoch: Europäische Kultur im Europa-Park

Da sich die Klasse bereits seit einem Projekt in der 9. Jahrgangsstufe intensiv mit dem Europa-Gedanken auseinandergesetzt hatte – die RSS trägt ja auch den Titel „Europa-Schule“ – führten wir diese Spurensuche am Mittwoch auf etwas ungewöhnlichem Terrain fort: Ein Streifzug durch die vielfältigen Themenbereiche im Europa-Park in Rust zeigte uns die Kultur unseres Kontinents von ihrer dynamischsten Seite.

Innerhalb weniger Minuten ging es von Skandinavien nach Griechenland – inklusive Adrenalinkick auf dem Silver Star und der neuen Achterbahn Voltron Nevera. Natürlich durfte auch die Kulinarik nicht zu kurz kommen: Die morgendliche Stärkung in der SWR3 Rock-Café Bäckerei direkt in der Deutschen Allee bildete den perfekten Auftakt für einen erlebnisreichen Tag.

Donnerstag: Politik und Kulinarik

Am Donnerstag wurde es zukunftsweisend. Nach einem morgendlichen Spaziergang entlang der Ill bezogen wir im Lieu d’Europe Stellung. In der interaktiven Ausstellung zur Geschichte und den Grundwerten der Europäischen Union erarbeitete die Klasse ein Quiz. Bei einer anschließenden Stichprobenabfrage bewies die 10c echten Teamgeist und löste die Aufgaben bravourös.

Nach dieser geistigen Arbeit hatten sich alle eine Pause verdient: Im nahegelegenen Parc de l’Orangerie legten wir ein sonniges Gemeinschafts-Picknick ein, für das unser Einkaufs-Team zuvor frisch im Supermarkt eingekauft hatte.

Frisch gestärkt spazierten wir entlang der beeindruckenden Allée des Droits de l’Homme und vorbei am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, wo wir den Bogen zu den Grundrechten unseres Grundgesetzes schlugen. Anschließend ging es direkt ins Europäische Parlament (Gebäude Louise Weiss).

Nach dem Sicherheits-Check erkundeten wir mit Audioguides das Parlamentarium und blickten von der Besuchertribüne auf die Ränge des riesigen Plenarsaals. Einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterließ der beeindruckende 360°-Film im Parlamentarium: Er führte eindringlich vor Augen, vor welchen gewaltigen Umbrüchen und globalen Herausforderungen Europa in den kommenden Jahrzehnten steht – und wie entscheidend es ist, dass die Mitgliedstaaten diesen Wandel gemeinsam gestalten.

Den gelungenen Tag schlossen wir schließlich gemütlich mit einem “All you can eat”-Flammkuchenessen im Flam’s in der Altstadt ab.

Die Tage in Straßburg haben der Klasse hautnah gezeigt, wie aus einer einst umkämpften Grenzregion das schlagende Herz eines vereinten Europas werden konnte. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur ihr Französisch aktiv angewendet, sondern auch bewiesen, dass sie als Klassengemeinschaft hervorragend zusammenhalten. Eine rundum gelungene Fahrt!

Felix Tallafuß