Leichtbau im Klassenzimmer

Die Klasse 9d auf Entdeckungsreise

Wie lassen sich Konstruktionen besonders leicht und gleichzeitig stabil bauen? Mit dieser spannenden Frage beschäftigte sich die Klasse 9d in einem Schulprojekt zum Thema Leichtbau. In den ersten vier Schulstunden führten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung zweier Studierenden der THWS verschiedene Experimente zur Festigkeit und Steifigkeit von Holz, Aluminium, GFK und Carbon durch. Dabei wurde schnell deutlich, dass nicht nur das Material selbst, sondern auch seine Form und Struktur entscheidend dafür sind, wie viel Belastung es aushalten kann.

Die Lernenden untersuchten unter anderem, wie sich die Materialien bei Biegung verhalten und wie viel Kraft nötig ist, um sie zu verformen. So konnten sie praktische Erfahrungen sammeln, die sonst oft nur aus dem Physikbuch bekannt sind.

Ein Höhepunkt des Projekts war die praktische Brücken-Challenge. In kleinen Teams hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, mit nichts weiter als Papier und Tesa eine möglichst leichte Brücke zu konstruieren, die ein Gewicht von 500 Gramm tragen konnte. Nach einer Planungsphase entstanden zahlreiche kreative Entwürfe, bei denen Faltungen, Dreiecksstrukturen und geschickte Verstrebungen eine entscheidende Rolle spielten. Beim anschließenden Belastungstest wurde mit Spannung verfolgt, welche Brücken standhielten – und welche unter der Last nachgaben. Die Brücken-Challenge gewannen am Ende Floris Colberg und Maximilian Dürl, deren Brückenkonstruktion nur 10 Gramm wog und dennoch alle Vorgaben erfüllte.

Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Ingenieurwissen und Teamarbeit zusammenwirken – und wie spannend naturwissenschaftliches Lernen sein kann.