Auch in diesem Schuljahr beteiligte sich unsere Schule am Amnesty-Briefmarathon und setzte damit ein deutliches Zeichen für den Einsatz von Menschenrechten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 5911 Appellbriefe und 361 Solidaritätskarten wurden von unseren Schülerinnen und Schülern verfasst und an Betroffene sowie Verantwortliche in aller Welt versendet.
Die hohe Beteiligung zeigt, wie ernst gesellschaftliches Engagement an unserer Schule genommen wird. Jede einzelne Nachricht trägt dazu bei, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und politischen sowie gesellschaftlichen Druck aufzubauen.
Besonders große Unterstützung erhielt in diesem Jahr Damisoa aus Madagaskar. 1227 Briefe und Karten machten auf seine Situation und die Lage vieler Klimageflüchteter aufmerksam. Damisoa stammt aus dem Süden Madagaskars, wo Dürren – verstärkt durch den Klimawandel – die Lebensgrundlage seiner Familie zerstörten. Nach einer monatelangen Flucht lebt er heute mit seiner Familie in einem staatlichen Auffanglager in Boeny im Norden des Landes. Die Bedingungen dort sind äußerst schwierig: Es fehlt an sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und ausreichender Nahrung. Trotz dieser Umstände setzt sich Damisoa als Leiter der Notunterkünfte für die Rechte der dort lebenden Menschen ein. Da die humanitäre Hilfe vor allem auf den Süden Madagaskars konzentriert ist, bleiben die Menschen in Boeny bislang weitgehend unbeachtet.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern, die sich am Briefmarathon beteiligt haben. Ihr Einsatz zeigt, dass Engagement für Menschenrechte auch im schulischen Alltag wirkungsvoll gelebt werden kann.
Weitere Informationen zum Amnesty-Briefmarathon finden sich unter: https://www.amnesty.de/amnesty-briefmarathon
M. Schmailzl






