Exkursion Stadtbibliothek
40.000 Bücher und wir mitten drin – das Wahlfach „Lesen und Schreiben im Team“ auf Exkursion in der Stadtbücherei Schweinfurt
Gleich zu Beginn unseres Besuchs der Stadtbücherei Schweinfurt am 05. Februar 2026 stellte sich Herr Bryan Miller, Bibliothekar und Mitarbeiter, all unseren Fragen, die wir – die Mitglieder des Wahlfaches „Lesen und Schreiben im Team“- gemeinsam zuvor überlegt hatten.
Hier unser Interview:
Wie lange arbeiten Sie hier schon?
Also angefangen habe ich im September 2014, fertig geworden bin ich dann im Juli 2017, also seit über 10 Jahren bin ich hier.
Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Mein Lieblingsbuch ist ein Reisebericht von einem Mann namens Helge Timmerberg. Der Titel lautet „Tiger fressen keine Yogis“.
Warum haben Sie diesen Beruf gewählt?
Das war in meinem Fall Zufall, ich bin irgendwann mal durch Zufall über eine Anzeige in der Zeitung gestolpert und habe mir gedacht: „Hey, Bücherei, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Könnte man vielleicht mal ausprobieren.“ Und so bin ich erst mal zur Bücherei gekommen.
Wie viele Mitarbeiter gibt es hier?
Mit den Zweigstellen zusammen haben wir insgesamt zwölf.
Wo ist Ihr Lieblingsort in der Bücherei?
Mein Lieblingsort ist wahrscheinlich oben in der Jugendbücherei, weil es dort ziemlich viel zu sehen und zu tun gibt.
Welches Buch können Sie uns empfehlen?
„Keeper of the lost cities“ ist eine gute Reihe. Ist viel zu lesen, mit viel Fantasy für die diejenigen, die das gerne mögen.
Wie viele Bücher gibt es in der Bücherei?
Um die 40.000 Bücher, also nur Bücher.
Welche Genre gefällt Ihnen am besten?
Das ist so zwischen Fantasy und Reisebericht.
Macht Ihnen die Arbeit hier Freude?
Durchaus ja, es gibt natürlich auch schwierige Zeiten, wie sonst auch in anderen Bereichen im Leben, aber insgesamt macht es mir schon ziemlich viel Spaß hier.
Was ist das dickste Buch in der Bücherei?
Ich denke, das müsste entweder der Tolstoi mit „Krieg und Frieden“ oder die Gesamtausgabe vom Harry Potter sein. Wir haben tatsächlich eine Ausgabe, bei der alle Ausgaben in einem Band sind. (3401 Seiten)
Was ist das gruseligste Buch in der Bücherei?
Das gruseligste Buch ist wahrscheinlich hier in der Romanabteilung. Also für die Erwachsenen, da würde ich auf etwas aus Skandinavien tippen, so was in Richtung Adler-Olsen.
Besuchen Sie die Bibliothek in Ihrer Freizeit?
Eher selten, weil ich ja schon ca. 40 Stunden die Woche hier verbringe und da kann man sich schon etwas nebenher ausleihen. Eventuell komme ich mal für ein oder zwei Stunden hierher. Aber die meiste Zeit verbringe ich hier wirklich auf der Arbeit.
Was ist das älteste Buch?
Das ist „Das kritische Lexikon der Gegenwartskunst“ von 1994.
Was ist die aktuellste Neuerscheinung?
Richtig frisch reingekommen ist „Gregs Tagebuch“, der 20. Band ist gerade erschienen.
Nach dieser letzte Frage ging unsere Tour im Erdgeschoss los: Dort hörte man nebenan im Lesecafe die Kaffeemaschine brummen. Die Stimme von Herrn Miller übertönte das Brummen der Kaffeemaschine und er begann uns – die Mitglieder des Wahlfaches „Lesen und Schreiben im Team“- durch die Bücherei zu führen.
Zu Anfang zeigte er uns eine Art Ausstellungswagen, auf welchem Bücher in kurdischer Sprache standen. Ebenfalls wies er auf das BookTok-Regal hin. Als Nächstes bekamen wir die Filme präsentiert, die man sich als DVDs ausleihen kann. Die Bestseller von der Spiegelbestsellerliste besichtigten wir danach. Das Lesecafe ist der letzte Ort, den wir im Erdgeschoss besuchten. Dort gibt es Kaffee, welchen man sich dort selbst machen und trinken kann, während man ein Buch oder eine dort ausgestellte Zeitung liest.
Als wir die Treppen ins Untergeschoss liefen, erblickten wir einen Bücherflohmarkt auf der linken Seite. Herr Miller erzählte uns, dass jedes Buch circa einen Euro kostet. Desto größer oder umfangreicher das Buch, desto teurer kann es werden. Als wir weitergingen, betraten wir die Sachbuchabteilung. Dabei zeigte uns der Bibliothekar eines der schwersten Bücher und dicksten Werke der Bücherei, einen Darstellung der Geschichte von DC.
Aus dem lichtdurchfluteten Untergeschoss ging es gleich in den ersten Stock zu den Romanen und Comics, auf welche Herr Miller mit Blick auf uns extra verwies. Ein ebenso sehr beliebtes Genre, die Krimiabteilung, befand sich auf derselben Ebene. In einem Extraraum, welchen unser Bibliothekar als besonders geeignet für Hausaufgaben oder fürs Lernen empfahl, kann man sich Hörbücher oder fremdsprachliche Bücher aussuchen.
Abschließend brachte uns Herr Miller in die Jugend- und Kinderbuchabteilung, in welcher er anfangs stolz auf die besonderen Lesetipps wie „Keeper of the Lost Cities“ einging. Für die Spielebegeisterten unter uns gab es zudem Brettspiele und Tonies.
Unser Dank und freundlicher Applaus zauberten Herrn Miller ein Lächeln ins Gesicht und er entließ unsere Gruppe in eine freie Lesezeit.
Autoren: alle Mitglieder aus „Lesen und Schreiben im Team“





