Im Rahmen einer gemeinsamen Studienfahrt unserer drei 10. Klassen besuchten wir am 16.12.2025 die KZ-Gedenkstätte in Dachau.
Zur Geschichte des Lagers
Das Lager wurde 1933 direkt im Anschluss an die Machtergreifung durch das NS-Regime gegründet. Im März wurden die ersten Gefangenen dorthin transportiert. Es war für 6.000 Gefangene ausgelegt, doch tatsächlich lebten dort zeitweise über 10.000 Menschen unter grausamen und unmenschlichen Bedingungen.
Ende April 1945 kam es zu den sogenannten „Todesmärschen“. Man wollte das wahre Ausmaß vertuschen, indem man die Häftlinge zu Fuß aus dem Lager trieb. Am 29. April kam es durch die US-Amerikaner zur Befreiung des Lagers.
Um den Bewohnern Dachaus zu zeigen, wie viele Opfer es gegeben hat, errichteten die Befreier Berge aus Kleidungsstücken, persönlichen Gegenständen wie Brillen oder Koffern.
Die Überlebenden gründeten nach der Befreiung das Internationale Lagerkomitee, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Geschehene zu dokumentieren und für die Nachwelt am Leben zu erhalten. Sie wollten sicherstellen, dass die Geschichte richtig erzählt wird und dass sie sich „Nie wieder“ wiederholt.
Zitate von Schülerinnen und Schülern
„Es war ein komisches Gefühl, auf dem Appellplatz zu stehen oder die Lagerstraße entlang zu laufen. Man denkt an die Menschen, die hier gelebt haben und gestorben sind. Es gab Freundschaften zwischen ihnen, doch wenn sie zum Zählen auf den Appellplatz gegangen sind, wussten sie nie, ob sie auch wieder zusammen zurück kommen würden.“
„Man spürt das Düstere an diesem Ort.“
„Als wir abends auf dem Weihnachtsmarkt waren, wurde mir deutlich, wie privilegiert wir sind. Die Menschen im KZ Dachau hatten nichts, und wir haben so viel. Das ist unfassbar wertvoll.“
„Es war interessant zu sehen, wie das Leben der Menschen im KZ aussah. Der Gedanke, dass dort so viele Menschen gestorben sind, macht einen sehr traurig.“
„Als wir im Unterricht über die NS-Zeit gesprochen haben, konnte ich mir unter dem Begriff „Konzentrationslager“ noch nicht so viel vorstellen. Jetzt habe ich ein Bild im Kopf, und dieses Bild ist erschreckend. Ich finde es trotzdem gut und wichtig, dass wir die Gedenkstätte besucht haben.“
„Mir geht das Internationale Mahnmal nicht mehr aus dem Kopf. Es zeigt, dass Menschen lieber den Freitod gewählt haben, um den alltäglichen Qualen im Lager zu entkommen.“
Klasse 10a und 10c
















